Verlassenen sieht man die Trennung vom Partner in der Regel klar und deutlich an. So gewähren sie meist ihrem gesamten Umfeld äußerst private Einblicke in die ehemalige Beziehung und die daraus resultierenden Probleme. Nicht nur ihre Körpersprache verrät, dass mit ihnen was nicht „stimmt“, sondern sie selbst sind es, die geradezu den unterstützenden Kontakt zu anderen Menschen suchen und so auf ihre verfahrene Situation hinweisen. Schließlich ist es auch mehr als nur hilfreich, intensiv und ausgiebig mit Freunden und Bekannten über seine größten Sorgen und tiefsten Gefühle zu reden. Denn Enttäuschungen und Schicksalsschläge lassen sich um einiges leichter verarbeiten und überwinden, wenn man diese mit anderen, wenn auch nur gedanklich, teilen kann.
Über seine Sorgen und Probleme reden
Wurden Sie von Ihrem Partner verlassen, dann vertrauen Sie sich möglichst nur Ihren besten Freunden und engsten Familienmitgliedern an. Achten Sie an dieser Stelle jedoch darauf, dass diese sich auch für Ihre Probleme und Belange ernsthaft interessieren. Denn vorgespieltes Verständnis wird Sie in der schwierigen Trennungsphase weder befriedigen, noch irgendwie sinnvoll unterstützen. Es ist leider traurige Realität, dass nur die wenigsten Menschen bereit sind, anderen wirklich zuzuhören. Die meisten beschäftigen sich vorrangig mit sich selbst und interessieren sich für die Nöte anderer allenfalls oberflächlich. Wer sich in solchen Situationen wirklich guten Freunden und Zuhörern anvertrauen kann, sollte sich glücklich schätzen. Denn schon allein das Gefühl, dass man ernst genommen und verstanden wird, wirkt oft wahre Wunder und kann die Verarbeitung der Trennung beschleunigen.
Leidet man allerdings erheblich unter der Trennung und fehlt eindeutig der nötige Rückhalt im Familien- und Bekanntenkreis, dann sollte man als Betroffener auch immer an professionelle Hilfe denken und dementsprechend einen Experten aufsuchen. Schließlich kann für so manch einen, vor allem als Part einer langjährigen und intensiven Partnerschaft, nach der Trennung regelrecht eine Welt zusammenbrechen. Psychologische Unterstützung kann in solchen Situationen nicht nur wie Balsam für die Seele sein, sondern auch den Umgang mit der Trennung und dem daraus resultierenden Liebeskummer eindeutig erleichtern.
Der richtige Umgang mit der Trauer
Vergessen Sie in diesem Zusammenhang auch nicht, dass die Trauer nach der Trennung selbst ein entscheidender und heilender Prozess ist. Denn wer permanent versucht, seine Gefühle zu unterdrücken, kann einschneidende Erlebnisse nicht ausreichend verarbeiten. Nehmen Sie sich daher auch immer etwas Zeit für sich und lassen Sie Ihren Gefühlen freien Lauf. Jedoch nur solang Sie dabei, weder für sich selbst, noch für andere, eine potentielle Gefahr darstellen. Wer selbst schon mehrere Trennungen hinter sich hat, weiß auch, dass auf alle noch so schwere Zeiten irgendwann bessere folgen werden. Sicherlich klingt dies abgedroschen und lässt sich, im Gegensatz zur Umsetzung, relativ leicht formulieren. Dennoch ist und bleibt es eine Tatsache, die jeder noch so schwer enttäuschter Zeitgenosse irgendwann erkennen wird.
Die Ablenkungsstrategien
Viele Verlassene stürzen sich nach einer Trennung regelrecht in die ablenkende Arbeit. So suchen sie den Stress und die Hektik der alltäglichen Arbeitswelt, nur um nicht permanent an die Beziehung und die ehemalige Liebe denken zu müssen. Dennoch holt auch diese Verdrängungskünstler eines Tages die harte und nüchterne Realität wieder ein und die Gedanken kreisen erneut um den schmerzlichen Verlust und die neue unfreiwillige Einsamkeit. Zwar können bestimmte Aufgaben helfen, wieder auf andere Gedanken zu kommen, aber wirklich effektiv ist nur eine intensive Auseinandersetzung mit sich selbst und der jeweiligen Situation.
Die wohl beste und wirkungsvollste Ablenkung schafft man sich selbst, indem man entschlossen und konsequent den Kontakt zum anderen Geschlecht sucht. Packen Sie die zahlreichen Gelegenheiten beim Schopfe und kommen Sie mit neuen Bekanntschaften auf andere Gedanken. Gehen Sie raus und suchen Sie nach Abwechslung, indem Sie am gesellschaftlichen Leben wieder teilhaben. Es ist nicht sonderlich schlimm, wenn die sich anbahnenden Kontakte zunächst oberflächlich und banal zu sein scheinen. Wichtig ist nur, dass man such selbst einige Möglichkeiten schafft, neuen Flirtpartner zu begegnen. So einfach und logisch es auch klingen mag, nur die wenigsten vertrauen auf die enorme Heilkraft dieser Methode und ziehen sich stattdessen in ihre selbstgemachte Festung zurück.
Wie bereits erwähnt, ist gerade am Anfang die Trauer um den verlorenen Partner durchaus hilfreich und sinnvoll, nach einer gewissen Zeit sollte man jedoch versuchen, neues Selbstvertrauen im Kontakt mit dem anderen Geschlecht aufzubauen. Meist ist der ehemalige Partner schneller vergessen, als einem selbst lieb sein dürfte. Wer also möglichst bald das Glück in einer neuen Liebe sucht, kann selbst unheimlich viel dazu beitragen, seinen Liebeskummer zu besiegen und die Trennung ohne unendlich lange Trauerzeiten zu überwinden.
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